Getriebeöl, DifferentialgetriebeölDie verschiedenen Getriebe (Schalt-, Differential, Automatik-, Sperrdifferentialgetriebe) stellen verschiedene Anforderungen an das verwendete Öl: AnforderungenVerschleißschutzIn Getrieben kommt es zur Mischreibung (link: Mischreibung), wo Metall auf Metall zusammentrifft. Verschleißschutzadditive sind deshalb wichtiger Bestandteil der Getriebeöle, müssen aber genau auf die Anforderungen des Getriebes abgestimmt sein. ReibungsoptimierungDas richtige Reibverhalten ist enorm wichtig: Zu viel Reibung führt zu übermäßiger Erhitzung und übermäßigem Kraftstoffverbrauch. Zu wenig Reibung verhindert das korrekte Arbeiten von Synchronringen, Lamellen und Gleitsteinen. Jedes Getriebe braucht sein passendes Getriebeöl. AlterungsschutzAufgrund der langen Verweildauer müssen die Getriebeöle über Jahre hinweg stabil bleiben und sich weder durch Temperatur oder durch Sauerstoffzufuhr negativ verändern. Dies gilt insbesondere für Automatikgetriebeöle. KorrosionsschutzDa durch Erwärmung und Abkühlung Über- und Unterdrücke entstehen würden, gibt es eine Belüftungsöffnung, durch die Luft zu- und abgeführt wird. Durch diese Atmung kommt auch Luftfeuchtigkeit ins Getriebe. Damit Metallteile nicht korrodieren, müssen Getriebeöle vor Korrosion schützen. Dies geschieht durch die Beigabe von Additiven. TemperaturstabilitätGetriebeöle müssen eine extreme Temperaturstabilität haben: bei -20°C müssen sie noch dünn sein und rasch schmieren. Bei 150°C Dauertemperatur und mehr müssen sie noch immer ausreichend schmieren und die richtige Reibung haben. Der Viskositätsindex muss deshalb sehr hoch sein. Weiters dürfen Getriebeöle Dichtungen nicht angreifen und dürfen nicht aufschäumen. Viele verschiedene TypenFür die verschiedenen Schaltgetriebe, Automatikgetriebe und Differentialgetriebe werden auf Grund unterschiedlicher Bauarten unterschiedliche Öle eingesetzt. In Getrieben, die einen hohen Achsversatz aufweisen (vor allem beim Differential), müssen Öle eingesetzt werden, die besonders intensiv vor Verschleiß schützen. Diese Verschleißschutzadditive (EP-Zusätze) haben die Aufgabe den Kontakt Metall-Metall zu verhindern. In den meisten Schaltgetrieben können diese Öle aber nicht eingesetzt werden, da die Synchronringe des Schaltgetriebes eine bestimmte Reibung brauchen um richtig zu arbeiten. Durch die EP-Zusätze werden sie zu glatt und beginnen zum Durchrutschen. Hier müssen Öle eingesetzt werden, die einerseits ausreichend vor Verschleiß schützen, aber andererseits die Reibung nicht ganz verhindern, damit die Synchronringe korrekt funktionieren. Ist der Reibwert zu hoch führt dies zu ruckartigem Schalten. Ist er zu nieder rutschen die Synchronringe wie gesagt durch und verhindern den Schaltvorgang. Sperrdifferentiale haben wieder andere Anforderungen an das Motoröl, weshalb Öle verwendet werden, die LS (limited slip) Zusätze haben und so ein ganz bestimmtes Reibverhalten besitzen. Automatikgetriebe werden besonders heiß, weshalb hohe Anforderungen an die Öle in Bezug auf die Verdampfung und Alterung gestellt werden. Auch das Reibverhalten muss exakt auf das Getriebe abgestimmt werden. Kontrolle und WechselFür viele Getriebe- und Differentialöle ist heute eine lebenslange Verweildauer geplant und so müssen sie prinzipiell nicht gewechselt werden. Aufschluss gibt das Wartungsheft. Trotzdem sollte eine Kontrolle - sofern dies möglich ist - bei jedem Motorölwechsel durchgeführt werden um zu überprüfen, ob Öl fehlt und/oder ob es übermäßig verschmutzt oder gealtert ist, was einen Austausch erforderlich macht. Bei Automatikgetrieben ist das grundsätzlich anders, da die Öle durch die hohen Temperaturen extremst beansprucht sind, was einen Wechsel zwischen 30.000 und 60.000 Kilometern erforderlich macht. Ein erforderlicher Wechsel sollte nur von Profis gemacht werden: Wir von Auto Magic wissen, wie viel von welcher Sorte Getriebe- oder Differentialöl für Ihr Auto verwendet werden darf. Ihr Automagic-Team empfiehlt:Lassen Sie bei jedem Service und bei jedem Ölwechsel Ihr Getriebe- und Differentialöl überprüfen. |
