Motoröl
Was für Eigenschaften müssen Motoröle haben?Das Motoröl soll möglichst lange halten und dabei fünf Hauptaufgaben bewältigen:
Die Unterschiede zwischen den Motorölen liegen darin, wie sie mit diesen Anforderungen zu Recht kommen: Gute Motoröle halten länger, schmieren, kühlen, reinigen und dichten besser und schützen effizienter vor Rost und Korrosion. Haltbarkeit:Die Zeiten sind vorbei, wo man alle 5.000 Kilometer in eine Werkstätte fahren muss um das Motoröl zu wechseln. Motoröl hält heute wesentlich länger als vor 10 oder 20 Jahren. Wie kann Öl altern? Es gibt mehrere Faktoren, die bewirken, dass das Motoröl seine Leistungsfähigkeit verliert:
Heute gibt es PKW-Motoröle mit denen man 10.000, 15.000 oder gar 30.000 Kilometer unterwegs sein kann, ohne dass man sie wechseln muss. Möglich ist dies einerseits durch den Einsatz von hochwertigen Basisölen und andererseits durch die Verwendung von Additiven, die bewirken, dass Säuren neutralisiert und Veränderungen durch z.B. Wasser oder Sauerstoff verhindert werden. Schmieren:Die vorrangige Aufgabe, die ein Motoröl hat ist natürlich das Schmieren. Die Motoröle unterscheiden sich hier, wie sehr sie die Reibung und Verschleiß vermindern können und wie sie mit Hitze und Kälte fertig werden. Hitze und KälteDurch die Entwicklung von Mehrbereichsölen ist es nicht mehr notwendig das Motoröl entsprechend der Jahreszeit auszuwählen. Alle heutigen Motoröle können sowohl im Sommer als auch im Winter verwendet werden. Dabei gibt es aber gewaltige Unterschiede wie sie mit tiefen oder hohen Temperaturen zu Recht kommen: KälteBei Kälte wird das Motoröl zunächst dickflüssig und später sogar fest. Je nach Motoröl ist die Temperatur, bei der dies passiert, eine andere. Dies ist aber eine sehr wichtige Eigenschaft, da Ihr Motor nach dem Start rasch durch das Motoröl, das ja zunächst in der Ölwanne ruht, geschützt werden soll. Ein 15W-40 Öl zum Beispiel braucht bei -10°C 30 bis 40 Sekunden bis es alle zu schmierenden Stellen erreicht hat. In dieser Zeit läuft der Motor nahezu ungeschmiert. Ein 5W-40 oder 0W-40 braucht bei dieser Temperatur nicht einmal 10 Sekunden um den Motor voll zu schützen.
HitzeBei Hitze und bei besonderer Belastung herrschen an den heißesten Stellen, wo das Motoröl noch hingeleitet wird, Temperaturen von 200° und mehr. Bei diesen Temperaturen muss das Öl weiterhin zuverlässig schmieren. Der Schmierfilm darf nicht reißen. Wenn dies der Fall ist, dann reiben Metallteile direkt aufeinander. Der Verschleiß nimmt zu und die Gefahr eines Motorschadens wird akut. Kurz gesagt: Gutes Motoröl bleibt verhältnismäßig dünn, wenn es kalt ist und verhältnismäßig dick, wenn es heiß ist. Übrigens: Heute gebräuchliche Motoröle sind für Dauertemperaturen von 120°C - 140°C und Spitzentemperaturen von 160°C geeignet. Reibung & VerschleißDurch den Einsatz von besseren Basisölen und durch die Verwendung entsprechender Zusatzstoffe kann die Fähigkeit eines Motoröls Reibung und Verschleiß zu minimieren massiv verbessert werden. Dies wirkt sich vor allem bei der Leistung und beim Treibstoffverbrauch aus. KühlenWasser verdampft bei 100° C. In unmittelbarere Umgebung der Zylinder ist es aber wesentlich heißer (200°C - 300°C). Das Motoröl das im Kurbelgehäuse umhergeschleudert wird, kühlt Kolben und Zylinder. Zusätzlich sind in die Kolben Kanäle eingearbeitet, durch die das Motoröl geleitet wird. So werden die Kolben auch von innen gekühlt. Die aufgenommene Wärme gibt das Motoröl in der Folge an das Kühlwasser oder an die Ölwanne ab. Deshalb ist es wichtig, dass ein Motoröl rasch Wärme aufnehmen und abgeben kann. ReinigenBeim Verbrennungsprozess entstehen feste und flüssige Rückstände und Verunreinigungen. Das Motoröl hat die Aufgabe diese zu umhüllen und in Schwebe zu halten bzw. im Ölfilter abzugeben. So wird verhindert, dass sich Schlamm bildet und dass Ablagerungen entstehen. Ablagerungen verkürzen die Lebensdauer des Motors. Motorschäden durch Schwarzschlamm traten erstmals Anfang der 80er Jahre durch die Entwicklung neuer Motortechnologien häufig auf und konnten erst durch die Entwicklung und der Beigabe von Stoffen, die die festen Verbrennungsrückstände bis zum nächsten Ölwechsel in Schwebe halten, in Griff bekommen werden. KorrosionsschutzWasser, das bei der Verbrennung im Zylinderraum entsteht, und Wasser aus der Luftfeuchtigkeit können in den Motorölkreislauf gelangen. Metallteile können, obwohl sie geölt sind, verrosten und korrodieren, da das Öl allein nicht zuverlässig vor chemischen oder elektrochemischen Reaktionen schützen kann. Deshalb werden spezielle Zusatzstoffe ins Motoröl gegeben, die die Metallflächen pelzartig überziehen und somit vor Wasser schützen. Weiters neutralisieren diese Zusatzstoffe auch Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und Korrosion verursachen würden. AbdichtenZylinder, Kolben und Kolbenringe sind zwar genau auf einander abgestimmt, aber durch kleinste Zwischenräume entweichen ein bis zwei Prozent der Explosionsgase aus dem Kolbenraum in den Motorölkreislauf ("Durchblasegas"). Das führt zu Kraftverlusten. Motoröl hat die Aufgabe diese Zwischenräume abzudichten. Das wirkt erstens leistungssteigernd (höhere Kompression) und zweitens wird verhindert, dass Verunreinigungen und Säuren aus dem Verbrennungsraum in den Ölkreislauf gelangen. Die Gefahr von Eindickung, Verdünnung und Schwarzschlamm wird verringert. Woraus besteht Motoröl?Alle heutigen Motoröle bestehen aus Basisölen und aus Additiven (Zusatzstoffen). Ohne Additive würden die Öle nicht die Anforderungen moderner Motoren erfüllen können. Motoröle bestehen zwischen 1% und 30% aus Additiven. BasisöleDie Basisöle sind entweder mineralische Produkte, Öle, die aus der Hydrocrack-Synthese entstehen, oder vollsynthetische Produkte (Polyalphaolefine, synthetische Ester). Mineralische BasisöleMineralische Basisöle entstehen aus verschiedenen Destillationsverfahren, bei denen keine Veränderung der Molekularstruktur erfolgt, sondern nur durch die Destillation bestimmte Bestandteile des Rohöls gefiltert und gereinigt werden. Hydrocrack-ÖleHydrocrack-Öle (HC-Öle) zählen zwar zu den synthetischen Produkten, obwohl das Herstellungsverfahren streng genommen keine Synthese ist. Bei der Herstellung werden die Ausgangsöle (Paraffine, Vakuumgasöl) so neu angeordnet, dass das Endprodukt weit mehr gesättigte Kohlenwasserstoffe als das Ausgangsöl hat. Deshalb haben HC-Öle ein verbessertes Kälteverhalten (Pourpoint -30°C) und einen deutlich höheren Viskositätsindex und eine Reihe von weiteren verbesserten Eigenschaften (Alterung, Verdampfungspunkt, Verschleißverhalten, Lösungsvermögen etc.). PolyalphaolefinePAOs (Polyalphaolefine) werden in einem mehrstufigen Syntheseverfahren hergestellt. Diese haben ein noch besseres Kälteverhalten als HC-Öle (Pourpoint -60°C), haben aber bei den sonstigen Eigenschaften keine Vorteile gegenüber HC-Ölen. EsterVor allem Carbonsäureester (Polyolester und Diester) werden für die Produktion von hochwertigsten Motorölen verwendet. Diese ebenfalls synthetischen Produkte besitzen ebenfalls ausgezeichnete Eigenschaften. Was haben synthetische Basisöle für Vorteile für meinen Motor
AdditiveZu dem Basisöl werden Additive beigemengt, die das Motoröl weiter verbessern. Es gibt Additive, die Oberflächen schützen:
Additive, die das Öl schützen:
Und Additive, die das Öl verbessern:
Detergentien
sind waschaktive Substanzen, die der Bildung von Ablagerungen an thermisch belasteten Bauteilen entgegenwirken. Sie halten den Motor sauber. Darüber hinaus bewirken sie, dass saure Reaktionsprodukte der Verbrennung neutralisiert werden. Dispersanten
Die Aufgabe der Dispersanten ist es, feste und flüssige Verschmutzungen (z.B. Staub, Wasser, Reaktionsprodukte aus der Verbrennung oder Oxidationsprodukte) zu umhüllen und fein verteilt im Öl in Schwebe zu halten, um Ablagerungen zu verhindern. Verschleißschutz-Additive (EP)Durch geeignete Additive kann man auf Gleitflächen äußerst dünne Schichten aufbauen, deren Scherfestigkeit wesentlich geringer als die der Metalle ist. Sie ist unter normalen Bedingungen fest, unter Verschleißbedingungen (Druck, Temperatur) jedoch gleitfähig. So wird ein übermäßiger Verschleiß (Fressen bzw. Verschweißen) verhindert. Bei Bedarf (Metall/Metall-Kontakt) werden die Schichten durch eine chemische Reaktion ständig neu gebildet.
Nockenwelle mit Verschleißschutz, Additiv geschützt
Nockenwelle ohne zusätzlichen Schutz
Zinkdithiophosphat (ZnDTP) Additiv.
Korrosionsschutz-Additiv
Korrodierter Motorteil
Korrosion ist allgemein der chemische oder elektrochemische Angriff auf Metalloberflächen. Für den Korrosionsschutz eignen sich Additive, die sich an Metalloberflächen anlagern und dichte, pelzartige, Wasser abweisende Barrieren bilden. ReibkraftmindererReibungssenkende Additive können nur im Bereich der Mischreibung (link: Mischreibung) ein leichteres Gleiten bewirken. Diese Wirkstoffe bilden auf den Oberflächen pelzartige Filme, die die Metalloberflächen von einander trennen können. Dieser ist sehr polar, d.h. es besteht eine hohe Haftung zur Oberfläche, mit Reibung vermindernden Eigenschaften. AntioxidantienSchmieröle neigen unter dem Einfluss von Wärme und Sauerstoff zur Alterung. Beschleunigt wird dieser Zersetzungsprozess durch saure Reaktionsprodukte aus der Verbrennung und durch Spuren von Metallen, die katalytisch wirken (abrasiver oder korrosiver Verschleiß). Die Zugabe von Antioxidantien ergibt einen wesentlich verbesserten Alterungsschutz. Antischaum-AdditivePolysilikone, Polyethylenglykolether u. a. verringern die Schaumneigung eines Öles. Dies wird erreicht, indem grundsätzlich weniger Gase im Öl eingeschlossen werden. Zum anderen können eingeschlossene Gase schneller aus dem Öl entweichen. Die Schaumbildung beeinträchtigt die Eigenschaften (Oxidation, Druckverhalten) eines Schmierstoffes erheblich. Ein Schmierstoff mit schlechtem Schaumverhalten führt zu schlechten Wärmeaustausch und deutlich höheren Öl- und Motortemperaturen.
ViskositätsindexverbessererDer Einsatz von Viskositätsindex (VI)-Verbesserern ermöglicht die Herstellung von Mehrbereichs-Motorenölen. VI -Verbesserer erhöhen bzw. strecken die Viskosität eines Öles und verbessern somit das Viskositäts-Temperatur-Verhalten. Sie sind sehr lange, faserförmige Moleküle, die im kalten Zustand zusammen geknäult im Öl vorliegen und hier der Bewegung der Ölmoleküle einen relativ geringen Widerstand entgegensetzen. Mit zunehmender Temperatur strecken sie sich, nehmen ein größeres Volumen ein und bilden ein Netz von Maschen, um die Bewegung der Ölmoleküle zu bremsen und ein zu schnelles Ausdünnen des Öles zu verzögern.
Pourpoint-VerbessererDer Pourpoint bezeichnet die tiefe Temperatur in Grad Celsius, bei der das Öl gerade noch fließt. Das "Stocken" eines Öles wird durch die Kristallisation der im Grundöl vorhandenen Paraffine bei tiefen Temperaturen bestimmt. Durch Zugabe von Pourpoint-Verbesserern wird die Kristallisation der Paraffine verzögert und das Tieftemperaturverhalten der Öle verbessert. Was gibt es für Klassen von Motorölen?EinbereichsmotorölMotoröl, das nur eine Viskositätsklasse nach SAE erfüllt. Z.B.: SAE 10W oder SAE 30. Heute kaum mehr verwendet. Mehrbereichsmotoröl:Motoröl, das sowohl eine Klasse mit als auch eine ohne "W" erfüllt z.B: SAE 15W-40 oder SAE 5W-40. Mehrbereichsöle heißen auch Ganzjahresöle, weil sie sowohl im Winter als auch im Sommer verwendet werden können. Der Begriff Mehrbereichsöl wird heute in der Regel als Synonym für mineralisches Motoröl verwendet. Mineralisches MotorölMotoröl, dem zwar Additive beigemengt sein können, dem aber sonst keine Basisöl beigemengt ist, das aus einem Syntheseverfahren gewonnen wurde. Heute in der Regel ein 15W-40. Teilsynthetisches MotorölMotoröl, das aus mineralischem Basisöl, aus synthetischem Basisöl und aus Additiven besteht. In der Regel ein 10W-40. LeichlaufmotorölLeichtlaufmotoröle müssen im Vergleich zu einem "normalen" Mehrbereichsmotoröl folgende 3 Vorteile besitzen:
Da erstmals mit der Entwicklung von Teilsynthetikölen Leichtlaufeigenschaften erreicht wurden, wird "Leichtlaufmotoröl" häufig als Synonym für Teilsynthetikmotoröl verwendet. Natürlich sind aber auch die Vollsynthetiköle Leichtlauföle. VollsynthetiköleSind ausschließlich aus Basisölen, die aus dem PAO- oder dem HC-Synthese-Verfahren gewonnen wurden, und aus Additiven zusammengesetzt. PAO steht für Poly-Alpha-Olefine, HC steht für Hydrocrack. Nur Motoröle aus PAO schaffen Viskositäten von 0W-... Motoröle aus dem HC-Synthese Verfahren sind in der Regel 5W-40 Produkte. Wie erkenne ich, ob ein Motoröl gut oder schlecht ist?Rein äußerlich ist ein Motoröl von einem anderen kaum zu unterscheiden. Deshalb sind auf jeder Öldose einige Angaben, wie Spezifikationen oder die Erfüllung bestimmter Normen eines Automobilherstellers oder einer Zertifizierungsgesellschaft. Wenn man diese Normen und Spezifikationen versteht, kann man Aussagen über die Qualität eines Motoröls treffen. SAE - SpezifikationDie am dicksten gedruckte Angabe auf einer Öldose ist die Spezifikation nach SAE (Society of Automotive Engineers ). Mit dieser Angabe (z.B. 5W-40) wird aber nur eine, wenn auch sehr wichtige Eigenschaft des Motoröls angegeben: die Viskositäts-Klassifizierungen. Die erste Angabe, gefolgt vom Buchstaben W (Winter), ist die Viskositätsklasse für tiefe Temperaturen, die das Motoröl erreicht: Je kleiner diese erste Angabe 0W, 5W, 10W, 15W oder 20W desto fließfähiger bleibt das Motoröl bei kalten Temperaturen. Die zweite Viskositätsklasse 20, 30, 40, 50 oder 60 zielt auf das Verhalten bei hohen Temperaturen ab: "Wie heiß kann Öl werden, ohne dass der Schmierfilm reißt?". Je größer die zweite Angabe desto besser SOLLTE das Motoröl bei heißen Temperaturen sein. Allerdings ist die zweite Angabe bei hochwertigen Motorölen (0W oder 5W) heute nicht mehr aussagekräftig, da bei diesen Produkten die Hitzestabilität durch Additive verbessert wird, ohne dass dies in der Spezifikation zum Ausdruck kommt. Diese Motoröle haben ein ausgezeichnetes Hochtemperaturverhalten, obwohl sie nur eine Spezifikation 30 oder gar 20 haben. Qualitätsaussage auch für andere EigenschaftenObwohl die SAE Angabe wie gesagt nur die Viskositätsklasse angibt, ist sie auch aussagekräftig für die gesamte Qualität des Öls: Denn 0W- und 5W- -Produkte sind vollsynthetisch: (Das Motoröl besteht aus synthetischen Basisölen unter Einmischung einer großen Menge Additiv.) 10W-40 Produkte sind in der Regel teilsynthetisch: (Das Motoröl besteht aus mineralischen und synthetischen Basisölen unter Beigabe von Additiven.) 15W-40 Produkte sind in der Regel mineralisch: (Das Motoröl besteht aus mineralischen Basisölen und aus wenigen Additiven.) NormenMeistens in Klein gedruckt finden sich auf der Rückseite der Verpackung Angaben über Normen, die erfüllt werden. Es gibt gemeinsame Normen von Automobilherstellern und Normen, die von einzelnen Automobilherstellern vorgeschrieben werden. APIAuch in Europa war die amerikanische API-Norm (American Petroleum Institute) sehr gebräuchlich. Die API Norm definiert Leistungsklassen des Motoröls für Diesel und für Benzinmotoren. Das heißt besteht das Motoröl eine Reihe von Tests, in denen viele Eigenschaften untersucht werden, erhält es eine bestimmte API-Norm. Es gibt zwei Buchstabenpaare nach API, die die Leistungsklassen des Motoröls angeben: Ein S (für "Service") gefolgt von einem Buchstaben, definiert die Leistungsklasse für Benzinmotoren. Je höher dieser zweite Buchstabe im Alphabet steht desto höher die Leistungsklasse. Ein C (für "Commercial") gefolgt von einem Buchstaben, definiert die Leistungsklassen für Dieselmotoren. Je höher dieser zweite Buchstabe desto höher die Leistungsklasse. Die höchsten Normen heute sind API SL für Benzinmotoren und API CJ für Dieselmotoren. ACEAIm Gegensatz zu den USA ist in Europa und Japan Treibstoff wesentlich teurer und kleinere, sparsamere Fahrzeuge sind im Einsatz. Deshalb war die Automobilindustrie stets wesentlich stärker gefordert Motoren zu entwickeln, die noch sparsamer und kompakter sind. Heute sind die europäischen und japanischen Motorentechnologien wesentlich weiter als in den USA, weshalb auch an Motoröle wesentlich größere Anforderungen gestellt werden. Aus dieser Entwicklung heraus war man mit den Normungen des API unzufrieden und eine Europäische Vereinigung der Automobilkonstrukteure war die logische Folge. Diese hieß CCMC und brachte eigene Leistungsklassen heraus. Die CCMC wurde von der ACEA (Association des Constructeurs Européens d'Automobiles) abgelöst . Die Leistungsklassen der ACEA werden durch 2 Buchstaben-Zahlen-Paare angegeben: Ein A gefolgt von einer Zahl für Otto-(Benzin-)motoren. Je höher die Zahl, desto höher die Leistungsklasse. Ein B gefolgt von einer Zahl für Dieselmotoren. Je höher die Zahl, desto höher die Leistungsklasse. Die Normen werden laufend verschärft, so dass der eigentlichen Angabe noch eine Jahreszahl nachgestellt sein kann. Z.B.: ACEA A4/B4 98 Eigene Normen von einzelnen AutomobilherstellernFür die Entwicklung von neuen Motoren sind auch ACEA-Normen oft unzureichend, weshalb mehrere Automobilhersteller dazu übergegangen sind, eigene Normen zu entwickeln. Z.B.: VW 506.01, BMW (Longlife) etc. Wie erkenne ich, ob ein Motoröl für mein Fahrzeug geeignet ist?Ob ein Motoröl für mein Fahrzeug geeignet ist, kann man auf verschiedene Weisen herausfinden:
Welches Motoröl soll ich verwenden?Sind mehrere Klassen von Motorölen für Ihr Fahrzeug zugelassen, so hat man die Qual der Wahl. Ein besseres Motoröl hat natürlich einen Nachteil: Es kostet mehr. Wiegen die Vorteile, die ein Vollsynthetiköl gegenüber einem Teilsynthetiköl oder die ein Teilsynthetiköl gegenüber einem mineralischen Öl hat, die Mehrkosten auf? Wir sagen ganz klar: JA Es gibt hierfür mehrere Argumente:
Treibstoffverbrauch:Nur die kurzfristigen Argumente Ölwechselkosten und Treibstoffverbrauch alleine betrachtet rechtfertigen den Einsatz von hochwertigem Öl. Die Grafik veranschaulicht dies:
Die Kosten für den Ölwechsel sind bei Verwendung von vollsynthetischem Motoröl auf 15.000km um mehr als 25% geringer als bei mineralischem und um knapp 10% geringer als bei teilsynthetischen Produkten. Unter Einberechnung der Treibstoffersparnis kann man bei Verwendung von teilsynthetischem statt mineralischem Öl mehr als 45% sparen (statt 107,40 Euro nur 58,35 Euro) bei Verwendung von vollsynthetischem Öl sind dies sogar fast 70% (statt 107,40 Euro nur 33,55 Euro). Annahmen: Ölkosten: mineralisch: 3 Ölwechsel à 35,8 ?, teilsynthetisch: 1,5 Ölwechsel à 57,8 ?, vollsynthetisch 1 Ölwechsel à 80,8 ? Treibstoffkosten: mineralisch: Verbrauch 7 Liter auf 100km. Liter kostet 90 Cent, teilsynthetisch: 3% Ersparnis, vollsynthetisch: sogar 5% Ersparnis Warum ist es bei manchen Fahrzeugen notwendig, ein ganz bestimmtes Motoröl zu verwenden?Für die Entwicklung von neuen Motoren mit speziellen Anforderungen an das Motoröl haben sich auch die ACEA-Normen oft als unzureichend erwiesen, weshalb mehrere europäische Automobilhersteller dazu übergegangen sind eigene Werksnormen zu entwickeln. Es ist hier ganz entscheidend nicht irgendein - auch ein qualitativ hochwertiges - Motoröl zu einzufüllen, sondern genau das Motoröl, das der Norm für Ihren Motor entspricht. Audi, BMW, Ford, Mercedes, Opel, Porsche, Skoda, Seat und Volkswagen sind die Firmen, die heute für einige oder alle Motoren eigene Spezialöle fordern. Verwendet man ein anderes Produkt, als das zugelassene, dann bedeutet dies einen Verlust der Garantie und einen Verlust von Kulanzregelungen. Die Wahrscheinlichkeit von kapitalen Motorschäden steigt gleichzeitig rapide. Der Nachweis, ob ein falsches Motoröl eingefüllt wurde, ist heute einfach und billig mittels einer Spektralanalyse möglich. Auto Magic hat jedes Motoröl für jedes Fahrzeug. Bei Auto Magic können Sie sicher sein, dass das richtige Produkte verwendet wird. Was muss ich beachten, wenn ich von mineralischen auf teil- oder vollsynthetische Produkte umsteige? Mineralische Produkte bieten nicht den effizienten Schutz vor Schmutz, Schwarzschlamm und Ablagerungen den synthetische Produkte haben. Nach einem Umstieg von mineralischem auf ein teil- und vollsynthetisches Motoröl, werden deshalb nicht nur die laufenden Verschmutzungen am Ablagern gehindert, sondern auch die alten bestehenden Ablagerungen in gewissem Maß gelöst. Das Motoröl muss deshalb extrem viele Verschmutzungen aufnehmen. Behalten Sie deshalb nach dem Umstieg den Ölverbrauch im Auge und führen Sie den nächsten Ölwechsel etwas früher durch, als es das Ölwechselintervall erfordert. Stimmt das? Ein Umstieg lohnt sich nicht. Ich habe jetzt schon einen hohen Ölverbrauch. Der wird dann noch höher. Ein häufiges Argument den Ölwechsel mit billigerem Motoröl zu machen, ist: " Mineralisches Öl ist dicker und deshalb verbraucht mein Auto dann nicht so viel Öl." "Es ist dicker" ist richtig, wenn man ein (teil-)synthetisches Produkt mit einem mineralischen bei Zimmertemperatur vergleicht. Haben Sie schon einmal Motoröl gesehen, wenn es heiß ist? Bei Hitze - und die herrscht nun einmal im Motor - sind sowohl das mineralische als auch das vollsynthetische Produkt dünnflüssig wie Wasser. Bei genauer Analyse kann man sogar feststellen, dass synthetische Produkte bei hohen Temperaturen dicker sind als mineralische. Das Verhalten von Ölen bei kalten und warmen Temperaturen wird mit dem Viskositätsindex angegeben und kann mit Viskositäts-Temperatur-Kurven dargestellt werden. Außerdem kann synthetisches Motoröl heißer werden, als mineralisches, ohne dass es verdampft. Deshalb: Der Ölverbrauch sinkt, weil weniger Motoröl verdampft und das Motoröl bei heißen Temperaturen dicker ist Kann ich mit Ölzusatzmitteln mein Motoröl verbessern?Die modernen Motoröle sind fein abgestimmt. Die Kombination von Basisölen und Additiven ist genau konzeptioniert und festgelegt. Nur diese Kombination ist genauestens getestet und erfüllt die auf der Verpackung angegebenen Normen und Zulassungen. Die Zugabe von irgendwelchen Stoffen ist nicht notwendig und führt dazu, dass
Der Nachweis, dass Zusatzmittel beigemengt wurden, kann heute einfach erbracht werden. Darf ich beim Nachfüllen Öle mischen?Grundsätzlich sind mineralische und synthetische Öle mischbar. Beim Nachfüllen ist darauf zu achten, dass die geforderten Normen und Zulassungen laut Betriebsanleitung eingehalten werden. Die Marke kann dabei gewechselt werden. Da Spezialöle für einzelne Zulassungen nicht überall verfügbar sind, gibt es bei manchen Fahrzeugen zusätzlich die Erlaubnis weitere Öle zu verwenden. Dies ist ebenfalls aus der Betriebsanleitung ersichtlich. Wir empfehlen deshalb immer einen Reserveliter mitzuführen Wie oft sollte ich Öl wechseln?Der Automobilhersteller legt Ölwechselintervalle auf Grund des von ihm zugelassenen Motoröls, der Motorkonzeption und des Filtersystems fest. D er Ölhersteller legt das Ölwechselintervall für das Motoröl auf Grund der Alterung, der Aufnahmefähigkeit von Verschmutzungen und anderer Parameter fest. Deshalb: Auch bei Verwendung von Motoröl, das ein längeres Ölwechselintervall zulassen würde, als der Automobilhersteller vorschreibt, halten Sie die vom Automobilhersteller vorgeschriebenen Ölwechselintervalle ein. Schreibt der Automobilhersteller andererseits ein längeres Ölwechselintervall vor, als es das Öl zulässt, müssen sie trotzdem das durch das Motoröl definierte kürzere Ölwechselintervall einhalten. Vorschriftsmäßige Einhaltung der Intervalle verringert die Lebensdauerkosten (Reparaturen, Sprit, Wertverlust) um drei Viertel. Bei besonders belastenden Betriebsbedingungen sollte das Intervall verkürzt werden. Hiezu zählen:
Motor warm laufen lassen?Es ist nicht nur verboten (Abgase, Lärm), sondern auch unsinnig den Motor warmlaufen zu lassen: Im Stand erwärmt sich der Motor nur langsam. Und während der Motor kalt ist, bildet sich vermehrt Kondenswasser, das den Verschleiß erhöht. Sofort Anfahren bringt den Motor rasch auf Betriebstemperatur. |







